Nach über sieben Jahren intensiver und erfolgreicher Zusammenarbeit verlässt der Tessiner Dirigent Carlo Balmelli die Brass Band Berner Oberland auf Ende 2004. Der enorme Reise-Zeitaufwand fordert seinen Tribut und hat seine negative ökonomische Seite. Carlo will sein Wirkungsfeld stärker in seinem Heimatkanton konzentrieren, wo er bereits mehrere Teilzeitstellen an Musikschulen und Orchestern inne hat. Zudem bieten sich ihm in dieser Region weitere Möglichkeiten, die er prüfen will. Wir danken Carlo herzlich für seine kompetente Arbeit zu Gunsten der BBO und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. BBO, Hans-Rudolf Kernen (Präsident)
Die Brass Band der Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz und Remo Capra beenden per Sommer 2004 die Zusammenarbeit. Remo Capra dirigierte die Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz seit Frühling 2003. Während dieser Zeit konnte man viele Konzerte, Projekte und Wettbewerbe verwirklichen, wobei die erfolgreiche Teilnahme am French Open 2004 sicherlich zu den Highlights gehörte. Die Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz möchte sich herzlich bei Remo Capra für seine geleistete Arbeit bedanken und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft. Während des zweiten Halbjahres 2004 wird Rino Chiappori ad Interim den Dirigentenstab in Rotkreuz führen und somit mit der Band auch den Swiss Open im KKL bestreiten.
Für den 30. Schweizerischen Brass Band Wettbewerb vom 27./28. November 2004 in Montreux haben sich bereits 55 Bands definitiv angemeldet. In der Höchstklasse beträgt die Anzahl konkurrierender Bands neun, wobei eine definitive Anmeldung noch aussteht. Die 1. sowie die 2. Klasse umfassen jeweils 17 Bands, die 3. Klasse 10 Bands und in der 4. Klasse gehen 2 Bands an den Start.
Die Organisatoren des All England Masters, Richard Franklin und Philip Biggs, haben Neuerungen bei diesem Wettbewerb für die Ausgabe 2005 angekündigt. Der Name wird neu "All England Masters International Contest" lauten. Dies bedeutet, dass der Wettbewerb neu ein internationales Teilnehmerfeld anziehen wird. Die Organisatoren haben für 2005 die Leyland Band nicht zur Teilnahme eingeladen, weil diese Band als Titelverteidiger 2004 nur gerade neun Tage vor dem Wettbewerb ihre Teilnahme abgesagt hat. Die Organisatoren haben in der Vergangenheit vermehrt Anfragen für die Teilnahme von Brass Bands ausserhalb von England erhalten und sind überzeugt, dass man diese Anfragen nicht dauerhaft ignorieren kann. Aus diesem Grund wurde der Name geändert und man will den Wettbewerb zu einem internationalen Brass Festival ausbauen. Im Weiteren wird festgehalten, dass der Wettbewerb und der Name des Wettbewerbs der Aktiengesellschaft All England Masters Brass Band Championship Ltd. gehört, dessen Aktionäre die beiden Herren Richard Franklin und Philip Biggs zu gleichen Teilen sind und dass die Geschäftsabschlüsse dieser Gesellschaft entsprechend den englischen Gesetzen im Companies House (dem Handelsregister) hinterlegt und somit der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die Internationalisierung des All England Masters Contest hat seine Auswirkungen auf die englische Verbandsszene. Simon Oates hat aufgrund dieser Entwicklung einen neuen Verband unter dem Namen "English Federation of Brass Bands (EFBB)" gegründet, mit dem Ziel eine englische Brass Band Meisterschaft durchzuführen. Es ist offensichtlich, dass die Organisatoren des All England Masters mit ihren Neuerungen nicht nur auf Zustimmung gestossen sind. Bereits im letzten Jahr stiessen die Organisatoren auf harsche Kritik, als sie eine Band aus Wales zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen hatten. Eine Einladung, welche sie schliesslich unter dem Druck der Öffentlichkeit zurück nehmen musste. Die aktiven Kritiker der Entwicklung sind nun zur Tat geschritten und der Präsident der British Federation of Brass Band (BFBB), Robert Morgan, hat sich öffentlich über diese Entwicklung beschwert. Ziel des neuen Verbandes ist es offenbar, den Teilnehmer Englands für den Europäischen Brass Band Wettbewerb zu ermitteln. Robert Morgan sieht diesen neue Organisation nun als unerwünschte Konkurrenz zum bestehenden, von ihm präsidierten Verband. Robert Morgan weist darauf hin, dass er als Vertreter seines Verbandes Mitglied im 5-köpfigen Ausschuss des Europäischen Brass Band Verbandes ist und die Verbände aus Schottland, Irland und Wales selbständige Mitglieder des Europäischen Brass Band Verbandes sind. Er weist darauf hin, dass er somit persönlich nur die englischen Bands im europäischen Gremium vertritt. Robert Morgan weist auch darauf hin, dass derzeit die Ergebnisse am National in der Royal Albert Hall die Teilnehmer Englands für den Europäischen Brass Band Wettbewerb bestimmen. Die Organisatoren des All England Masters hatten bereits einmal vorgeschlagen, ihren Wettbewerb für die Qualifikation zum Europäischen Wettbewerb zu benützen. Dieser Vorschlag wurde im Rahmen der BFBB diskutiert und abgelehnt, mit der Begründung, dass sich jede Band für die Teilnahme am Final des Nationals qualifizieren kann, beim All England Masters die Teilnahme aber auf Einladung erfolgt. Der englischen Brass Szene stehen also noch harte Auseinandersetzungen bevor.
Die Diskussionen um den neuen Modus am All England Masters werden mit harten Bandagen geführt. Die Yorkshire Building Society Brass Band und amtierender All England Masters Champion hat bekannt gegeben, dass sie auf die Teilnahme an diesem Wettbewerb im Jahre 2005 verzichten wird. Die Band weist darauf hin, dass sie sehr stolz darauf ist, an diesem Wettbewerb teil genommen zu haben, doch bezeichnet sie die neuen Massnahmen als "kurzsichtig" und dass sich nicht dazu angetan sind, die demokratische Gesinnung, unter welcher dieser Wettbewerb vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde, zu repräsentieren.
Der Organisator des Scottish Open Wettbewerbs, welcher am 28. November 2004 in der Royal Concert Hall in Glasgow durchgeführt wird, hat Dances and Arias von Edward Gregson als Teststück bekannt gegeben. Für den diesjährigen Wettbewerb haben sich 14 Band angemeldet. Dances and Arias, ein Werk, welches 1984 für den Final am National in der Royal Albert Hall geschrieben wurde und 1998 als Teststück am All England Masters diente, erhielt in einer Umfrage bei den angemeldeten Bands am meisten Stimmen. David Read und Dr. Roy Newsome wurden als Juroren für diesen Wettbewerb bestimmt, ein dritter Juror soll zu einem späteren Zeitpunkt ernannt werden. Das Jurysystem mit verdeckter Bewertung in Einzelkabinen wird unverändert weitergeführt.
Salvationist and Publishing Supplies Ltd. hat per 14. Juli 2004 das gesamte Aktienkapital des Musikverlages R. Smith & Co., welches seit 1967 im Besitze der Familie Brand war, übernommen. Der amtierende Präsident des Verwaltungsrates der R. Smith & Co., Geoffrey Brand und der Generaldirektor, Michael Brand, sind von ihren Posten zurück getreten. SP&S Ltd. bestätigt, dass der Name R. Smith & Co. weitergeführt wird, da dieser als Musikverlag in der Band Szene weit über die Grenzen Englands hinaus bekannt ist. Mit Rücksicht auf die gute Marktstellung der R. Smith & Co. im Bereich der Blasorchester und für Bläserensemble wird die SP&S Ltd. über diese Schiene die Transkriptionen der Heilsarmee-Literatur für Blasorchester in den Markt bringen.
Die Heilsarmee hat durch ihre Gesellschaft SP&S Ltd. die Geschäftsanteile des British Bandsman übernommen. Der British Bandsman ist wohl weltweit das bedeutendste Magazin der Brass Band Szene und besteht bereits seit 117 Jahren. Die Übernahme dieses Magazins steht im Zusammenhang mit der Strategie der Heilsarmee, ihre Musik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Musik der Heilsarmee ist seit ihrer Gründung im Jahre 1870 ein fester Bestandteil der englischen Gesellschaft, insbesondere mit ihren alljährlichen Konzerten in der Weihnachtszeit und zahlreiche junge Leute werden durch die Heilsarmee auf einem Blasinstrument oder im Singen ausgebildet. Trevor Caffull, der Generaldirektor der SP&S Ltd. betont, dass die neuen Besitzer des Magazins nicht nur anspruchsvolle Pläne für die Entwicklung des Magazins haben, sondern die Marke "British Bandsman" weiter entwickeln wollen. Dabei ist es wichtig, dass nebst dem Erhalten der Tradition, die neuen Besitzer in die Zukunft blicken und eine Vision entwickeln, welche ihnen auch weiterhin eine führende Rolle auf dem Gebiet des Brass Band Journalismus sichert.
Am Samstag, 12. Juni 2004 wurde in der Stadt Drachten in Holland der jährliche Euro Brass Unterhaltungs-Wettbewerb durchgeführt. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr durch die Firma Wilson International gesponsert. Die teilnehmenden Bands spielten in drei verschiedenen Klassen je ein Selbstwahlstück. Als Juroren amteten die Herren Philip Sparke (GB) und Durk Lautenbach (NL). Wettbewerbssieger wurde in der Sektion A die Brass Band De Bazuin Oenkerk unter der Leitung ihres Chefdirigenten Klaas van der Woude. Als Selbstwahlstück spielte die Band die Komposition Whitsun Wakes von Michael Ball. Die Band erreichte mit ihrer Präsentation 192 von 200 möglichen Punkten in diesem Werk und im Bereich Unterhaltung erzielte sie 21 von 25 möglichen Punkten. Den zweiten Platz erreichte die Provinciale Brass Band Groningen unter der Leitung von Siemen Hoekstra mit 188 Punkten im Selbstwahlstück und 25 Punkten im Bereich Unterhaltung. Mit dieser Leistung gewann diese Band den Unterhaltungspreis. Die Carlton Main Frickley Colliery Brass Band aus England unter der Leitung von Brian Grant erspielte den 3. Rang mit 182 Punkten im Selbstwahlstück und 21 Punkten in der Unterhaltung. Deren Bassposaunist Philip Spencer gewann den Solistenpreis. In der Sektion B gewann die Noord Limburgse Brassband aus Eksel in Belgien mit 176 Punkten im Selbstwahlstück und 22 Punkten in der Unterhaltung. Den Solistenpreis in dieser Kategorie erspielte sich Guy Borrenbergs mit dem Cornet. Den Unterhaltungspreis gewann die Martini Brass Band. In der Sektion C gewann die Cologne Concert Brass Band aus Köln in Deutschland. Den Solistenpreis gewann in dieser Kategorie Jan Harm Plijter von der Brass Band Constantijn Huygens und den Unterhaltungspreis sicherte sich die Brass Band Wâldbrass.
Die Eikanger-Bjørsvik Musikklag hat ihre langjährigen Verhandlungen mit der Provinzregierung von LindŒs zur Übernahme der Lokalitäten des Gymnasiums, welches schon seit vielen Jahren nicht mehr benutzt wurde, abgeschlossen. Die Gebäude des Gymnasiums werden renoviert und der Band als neues Heim mit Probelokal und Konzertsaal dienen. Der Vertrag sieht vor, dass die Brass Band die Gebäude für den festen Preis von 25 Kronen und eine feste Laufzeit von 25 Jahren mietet. Die Band erhält auch eine Option zur Verlängerung des Mietvertrages. Nach Aussagen des Managers der Band soll der Konzertsaal eine Art Zentrum der Band Szene der Region Nordhordland werden. In dieser Region ist die grösste Dichte an Brass Bands angesiedelt.
David Thornton, der Principal Euphonist der Black Dyke Band war im Juli auf Tournee in Australien. Er war als Juror bei den "South Australian State Senior Solo Competitions" aktiv. Er führte auch Workshops in Queensland und Adelaide durch und bestritt Konzerte in Adelaide zusammen mit der Kensington & Norwood Brass unter der Leitung von Bruce Raymond, in Newcastle zusammen mit der Waratah Brass unter der Leitung von Ron Prussing und in Melbourne zusammen mit der Hawthorn Band unter der Leitung von Tom Paulin.
Das neue Werk Gregoritas des australischen Komponisten Phillip Lawrence wird im September durch den amtierenden australischen Champion, die Hawthorn Band unter der Leitung ihres Chefdirigenten Tom Paulin (ehemaliger Cornetist der Grimethorpe Band) zur Aufführung bringen. Das Werk wurde im Juni 2003 durch die Waitakere City Brass Trusts Band unter der Leitung von Andrew Snell in Auckland uraufgeführt und nun wird es auch erstmals im Ursprungsland des Komponisten aufgeführt werden.
Der nationale
Wettbewerb 2004 in Neuseeland bricht Rekorde. Der Wettbewerb
wurde zum 124. Mal durchgeführt und es nahmen 31 Bands und
250 Solisten teil.
In diesem Jahr war die Stadt Christchurch Austragungsort.
Der Wettbewerb erkor einen grossartigen Sieger. Der Dirigent
Nigel Weeks gewann den Titel mit der Dalewool Auckland Brass
Band und siegte mit der Dalewool Youth Brass Band in der
Kategorie D.
Als Vorsitzender der Jury amtete Dr. Robert B. Childs aus
England.
Die Bands spielten in jeder Kategorie ein Aufgabenstück,
ein Selbstwahlstück und eine Hymne, die einzeln bewertet
wurden. Die Rangliste ergab sich aus der Summe der Resultate
der drei Aufführungen.
Mit diesem Erfolg hat sich die Dalewood Auckland Brass Band
die Einladung zum British Open gesichert.
Auszug aus den
Ranglisten
Kategorie A (Aufgabenstück: Tristan Encounters von Martin
Ellerby): 1. Dalewool Auckland Brass Band, 440,5 Punkte; 2.
NZ Community Trust Woolston Brass Band, 438 Pkt.; 3. The
"Trust" Waitakere Brass Band, 432,5 Pkt. Kategorie
B: 1. Trust Porirua City Brass Band, 403 Pkt.; 2. Alpine
Energy Timaru Brass Band, 402 Pkt.; 3. New Plymouth Brass
Band, 398 Pkt. Kategorie C:
1. Woolston Junior Band, 399 Pkt.;
2. Mosgiel Brass Band, 384 Pkt.;
3. Westport Municipal Band, 376 Pkt. Kategorie D (Diese
Kategorie spielte
eine Hymne, ein Selbstwahlstück und einen Konzertmarsch und
die Rangliste ergab sich aus der Summe der einzelnen
Resultate): 1. Dalewool Youth Brass Band;
2. Ascot Park Hotel Brass Band; 3. Levin & Districts
Brass Band.
Ein weiterer Höhepunkt des Wettbewerbs war die
Marschparade, welche separat bewertet wurde: Kategorie A: 1.
Canterbury Foundation Brass Band NZ; 2. Community Trust
Woolston Brass Band; 3. Ascot Park Hotel Brass. Kategorie B:
1. Band of the Royal Regiment NZ Artillery; 2. Alpine Energy
Timaru Brass Band; 3. Port of Napier City Brass. Kategorie
C: 1. Rangiora Brass Band; 2. Mosfiel Brass Band; 3.
Westport Municipal Brass Band. Kategorie D: 1. Levin &
District Brass Band; 2. Ascot Park Hotel Aux Brass Band.
Beim Wettbewerb der Solisten wurde der Champion der
Champions erkoren: 1. David Chaulk, Posaune; 2. Trevor
Bremner, Cornet; 3. Philip Johnston, Tuba in B.
Beim Slow Melody Wettbewerb lautet die Rangliste: 1. Riki
McDonnell, Euphonium; 2. Trevor Bremner, Cornet; 3. David
Chaulk , Posaune.
Zum
zehnten Mal veranstalten die "Herren in Blech" vom
7. bis 10. Oktober 2004 das Juvavum Brass Festival in
Salzburg. Sie sind erneut angetreten um Ihre Ohren in Rausch
zu versetzen. Deshalb läuft das heurige Festival auch unter
dem Titel ohrrausch III.
Donnerstag, 7. Oktober (Stiegl's Braugewölbe, 20.00): Jiggs
Whigham (Posaune) & Lungau Big Band (23 Euro / 16 Euro
für Jugendliche, freie Platzwahl)
Freitag, 8. Oktober (jazzit, 20.30): Jaipur Kawa Brass Band
(23 Euro / 16 Euro für Jugendliche, freie Platzwahl)
Samstag, 9. Oktober (Franziskanerkirche, 20.15): Innsbrucker
Trompeten Consort (23 Euro, freie Platzwahl)
Sonntag, 10. Oktober (Stiegl's Braugewölbe, 11.00):
Salzburg Brass Meeting (Eintritt frei, freie Platzwahl)
Sonntag, 10. Oktober (Mozarteum, Grosser Saal, 19.30): James
Morrison & Juvavum Brass (30 / 26 / 22 / 18 Euro,
nummerierte Plätze)
Kartenvorverkauf und Infos: www.juvavumbrass.com